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Markierung Sultans Trail

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Während der Testwanderung in der Türkei hatte ich die Möglichkeit einen Wanderweg neu zu markieren. Nachdem ich schon viele Weitwanderwege gelaufen bin, die mal gut und mal weniger gut markiert waren, war es eine interessante Erfahrung selbst die Markierung und die Wegweiser am Sultans Trail anzubringen.

Am ersten Tag wurden wir mit Aufklebern und Sprühflaschen bewaffnet und suchten die Stellen aus, wo wir diese anbringen. Nach dem learning by doing Prinzip ist man innerhalb einer 2 wöchigen Wanderung so flink geworden, als hätte man nie etwas anderes gemacht. Markieren ist echte „Teamarbeit“. Zweigt der Weg ab, werden an verschiedenen Stellen Markierungen angebracht, dies geht schneller, wenn 2 Leute gleichzeitig am Werk sind.

Der Sultans Trail ist mit einem blauen Pfeil mit geschwungenem Schwanz gekennzeichnet.  Der Pfeil befindet sich auf verschiedenen Trägern. Am häufigsten kommen die ovalen Aufkleber zum Einsatz. Der Aufkleber wird an Pfählen und haftendem Untergrund so angebracht, dass der Pfeil den Wanderer in die Laufrichtung weist. Weiterhin gibt es rechteckige Plastikschilder mit Pfeil, die am Holzuntergrund (in Ausnahmefällen auch an Bäume) angenagelt werden. An dünnen Baumstämmen können die Schilder mit Plastikschnüren angebunden werden. Den blauen Pfeil sieht man vor allem auf Steinen am Wegesrand aufgesprüht.

Zur Kennzeichnung der Hauptorte am Sultans Trail werden Hinweistafeln aufgestellt. Sie befinden sich an einem zentralen oder wichtigen Gebäude der Stadt, z. B. vor dem Rathaus oder am Eingang des Gasthauses. Die Wanderer können sich versorgen, erhalten Informationen und den Stempel für ihren Wanderpass.

Am Anfang ist es vielleicht noch etwas ungewohnt neben dem Wandern viel mitzudenken. Nach einer Weile macht die Teamarbeit jedoch richtig Spass. Neben dem Vorankommen und der Bewegung, hat man das Gefühl etwas geschaffen zu haben und man hilft den Wanderern nach sich! Und wenn man einfach mal abschalten und nur die Natur geniessen will, dann hat man ja auch noch Mistreiter, die die Arbeit für eine Weile übernehmen.

Die Arbeit der Freiwilligen ist die wichtigste Quelle für die Entwicklung des Sultans Trail. Der Trail ist ein Non-Profit-Projekt. Bisher haben sich Freiwillige aus vielen Nationen (Türkei, Slowakei, Serbien, Brasilien, Holland, Deutschland, Österreich, Irland, Marokko) beteiligt. Interessierte können sich gerne melden.

Die Fotos stammen von Markierungsarbeiten auf dem Sultans Trail in der Türkei.

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  1. Pingback: Neu: Testwanderung vom 12.10. bis 26.10.2012 in Serbien | Sultans TrailSultans Trail

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